Unser Programm von Januar bis März

Unser aktuelles Programm

  • Montag, 23. März 2015 – 19:00 Uhr im Bockenheimer Bürgertreff,
    Schwälmer Straße 28 (Kurfürsten Platz), Clubraum 3
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    Lesung: Frau Petra Bonavita aus ihrem neuen Buch
    „Quäker als Retter:….im Frankfurt der NS-Zeit“
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    Die Quäker sind eine christliche Religionsgemeinschaft, die in der Mitte des 17. Jahrhunderts in England entstand. Die erste humanitäre Hilfe auf deutschem Boden organisierten die britischen Mitglieder der „Religious Society of Friends“ nach dem I. Weltkrieg und sie ist vielen Menschen als Quäkerspeisung in Erinnerung geblieben. In den anschließenden Jahren versuchten sie in zahlreichen Versammlungen ihr Anliegen, Frieden und Versöhnung zu stiften, zu vermitteln. Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 trat ihre religiös geleitete humanitäre Botschaft erneut in den Hintergrund. In Ihrem Vortrag berichtet Petra Bonavita über diese außergewöhnliche Hilfe durch die kleine Frankfurter Quäker-Gruppe in Zusammenarbeit mit ihren internationalen Freunden in Großbritannien und den USA.
    1947 begann die Planung eines Nachbarschaftsheimes in Frankfurt Bockenheim am Rohmerplatz und wurde im selben Jahr fertiggestellt.
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    Wir würden uns sehr über Ihren Besuch freuen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.
    Das Buch (288 Seiten) kann im Anschluss der Veranstaltung erworben werden.
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  • Montag, 26. Januar 2015 – 19:00 Uhr im Bockenheimer Bürgertreff,
    Schwälmer Straße 28 (Kurfürsten Platz), Clubraum 3
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    Buchpräsentation der Freunde Bockenheims e.V. – Verein für Ortsgeschichte:
    Die Browns, eine Bockenheimer Familie
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    Martin Brown war ein rechtschaffener, fleißiger Mann mit feinen Umgangsformen. Seine schwarze Hautfarbe wurde ihm im Dritten Reich zum Verhängnis.
    Er stammte mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Liberia und ist vermutlich als kleiner Junge von einem Bankier nach Berlin „mitgebracht“ worden. Später arbeitete er dann in den Opel-Werken in Rüsselsheim, schließlich als Chauffeur in Frankfurt-Bockenheim. Er heiratete die 1900 geborene  Paula Mogk. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor. Die Familie lebte zeitweilig in Bockenheim in der Marburger Straße 9 und anderen Bockenheimer Adressen.  Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten, 1933, begann das Schicksal der Familie. Mit den Rassegesetzen von 1935 setzte die systematische rassische Verfolgung ein. Dazu gehörte auch die Familie Brown.
    Am 18. Juni 1938 ging Paula Brown zum Fürsorgeamt und bat um eine kleine Erhöhung der wöchentlichen Unterstützung. Während sie wartete, um den Direktor selbst sprechen zu können, wurde ihr Mann von der Gestapo zum Verhör abgeholt und ist dabei brutal misshandelt worden. An den Folgen der Misshandlung starb Martin Brown 1940, zwei Jahre später.
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    Um Martin Brown dem Vergessen zu entreißen, ließen die Freunde Bockenheims einen Stolperstein in der Marburger Straße vor Haus Nr. 9 setzen. Eva Massingue M.A und Friedhelm Buchholz M.A. stellen die in der Reihe „Bockenheimer Geschichtsblätter“ erschienene und mit Unterstützung der Stadt Frankfurt am Main gedruckte Schrift vor.
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    Wir würden uns sehr über Ihren Besuch freuen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.
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    Die neue Publikation (60 Seiten mit vielen Dokumenten und Fotos) ist an diesem Abend erhältlich. Danach in allen einschlägigen Bockenheimer Buchhandlungen und bei dem Vorsitzendenden der Freunde Bockenheims Friedhelm Buchholz, 60486 Frankfurt, Homburger Straße 26, Tel.: 069-704667.