Unser Programm von April bis Juni

Unser aktuelles Programm

  • Montag, 22. Juni 2015 –  19:00 Uhr im Bockenheimer Bürgertreff,
    Schwälmer Straße 28 (Kurfürsten Platz), Clubraum 3
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    Vortrag von Ulrich Weiß, Mitglied der Freunde Bockenheims, berichtet über Zu Unrecht vergessene Bockenheimer: Wilhelm Grönke:
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    Wilhelm Grönke wurde Anfang Juli 1896 im Tessin geboren, kurz darauf zog die Familie nach Bockenheim in die Landgrafenstraße 16. Der Vater hatte eine Stelle bei der Stadt Frankfurt angenommen.
    Wilhelm absolvierte die Schule und wurde Mittelfeldspieler bei Rot-Weiss Frankfurt.
    Im Ersten Weltkrieg meldete er sich freiwillig, und wurde früh verwundet und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Wegen seiner Verwundung wurde er zur Marine nach Wilhelmshaven versetzt. Zu Kriegsende, im November 1918, kehrte er nicht mehr zu seiner Einheit zurück, sondern blieb in Frankfurt und wurde Leiter des Marinesicherungsdienstes Frankfurt am Main.
    Diese Tätigkeit brachte ihm eine Anklage wegen Landesverrats ein, er verließ Deutschland 1924 und zog nach Straßburg und widmete sich der Jugendarbeit im Fußball und Rugby.
    Im Zweiten Weltkrieg nahm er am Widerstand gegen die Nazis in Südfrankreich teil, danach widmete er sich dem Wiederaufbau des Fußballsports im Saarland.
    Nach dem Zweiten Weltkrieg jagte er zusammen mit Serge und Beate Klarsfeld Klaus Barbie, den „Schlächter von Lyon“, bis dieser von einem französischen Gericht verurteilt werden konnte.
    1986 starb Wilhelm Grönke hochbetagt in Saarbrücken.
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    Wir würden uns sehr über Ihren Besuch freuen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.
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  • Montag, 11. Mai 2015 –  19:00 Uhr im Bockenheimer Bürgertreff,
    Schwälmer Straße 28 (Kurfürsten Platz), Clubraum 3
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    Vortrag von Ulrich Weiß, Mitglied der Freunde Bockenheims, berichtet über:
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    Die Bockenheimer Husaren wurden 1902 nach Bonn verlegt, ihnen folgte das 2. Nassauische Feldartillerie-Regiment Nr. 63, das schon 1904 den Namen „Frankfurt“ erhielt. Bei den 63ern dienten viele Bockenheimer und zogen 1914 mit klingendem Spiel ins Feld, darunter auch der Sohn des letzten Bockenheimer Bürgermeisters Dr. Adalbert Hengsberger. Viele kehrten nicht mehr zurück. Ein vom Bildhauer Urft geschaffenes Denkmal auf dem Rohmerplatz erinnert an sie, ihre Namen sind auf den Säulen des Kreuzgangs der Frauenfrieden-Kirche festgehalten. Bockenheim, ein bevölkerungsreicher Stadtteil – 1925 lebten hier 44.167 Menschen – litt gleich nach dem Krieg unter Wohnraumnot. Andere soziale Probleme kamen hinzu. Die Dernbacher Schwestern leisteten vorbildliche soziale Arbeit.
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    Wir würden uns sehr über Ihren Besuch freuen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.
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  • Samstag, 18. April 2015 – Stadtteil-Spaziergang
    14:00 Uhr: U-Bahnabgang am Kirchplatz

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    Die Freunde Bockenheims e. V. freuen sich, zu einem Stadtteil-Spaziergang einladen zu dürfen, der vom Nachbarschaftszentrum Ostend in Kooperation mit der Kunstgesellschaft veranstaltet wird und den Herr Joachim Prenzel, Stadtteilführer im Ostend, leiten wird. Dabei geht es um ein „politisches“ Denkmal, den „Hammering Man“ am Hülya-Platz, einer mannshohen Eisenskulptur, die einen Menschen zeigt, der ein Hakenkreuz zerschlägt und die an den „Hammering Man“ am Messegelände erinnert. Diese Skulptur wurde durch Vandalismus zerstört. Heute steht an ihrer Stelle eine Holzfigur gleicher Gestaltung, die am 20. Jahrestages des Brandanschlags in Solingen 1993 von einer Bürgerinitiative gestiftet wurde . Ganz anderer Art in der Gestaltung aus Stein ist das von Oscar Ufert (1876-1952) geschaffene Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs am Rohmerplatz, dessen Restaurierung nach längerer Debatte in den politischen Gremien verworfen wurde. Erläuterungen zur Entwicklung Bockenheims als Industriestandort im 19. und 20. Jahrhundert runden den Spaziergang ab.
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    Unkostenbeitrag: 2,00 € pro Person (für Inhaber des Kulturpasses 1,00 €)

    Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
    Nähere Informationen bei Herrn Prenzel, Telefon 44 07 02
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  • Dienstag, 14. April 2015 – Frankfurt liest ein Buch
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    18:00 Uhr: Hessen Shop, Leipziger Straße 49
    Stolpersteine in Bockenheim
    Gang zu den Wohnadressen ehemaliger jüdischer Mitbürger mit Dore Struckmeier-Schubert
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    19:30 Uhr: Markuskirche, Zentrum der Verkündigung, Markgrafenstraße 14
    Lesung und Musik
    Mirjam Pressler: „Grüße und Küsse an alle – Die Geschichte der Familie von Anne Frank“
    gelesen von Dore Struckmeier-Schubert
    Lieder von Felicitas Kukuck zu Gedichten von Selma Meerbaum-Eisinger
    Christa Kirschbaum (Gesang), Thomas Wilhelm (Klavier)
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    Eintritt: Einzeln 5,- Euro, kombiniert 8,- Euro
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    Eine Veranstaltung von:logo-hessenshop_frankfurt_laden_ffm
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    Freunde Bockenheims e.V. und Zentrum der Verkündigung