Archiv der Kategorie: Aktuelles

Unser Programm von Juli bis September

Bockenheimer Spaziergänge 2020, am Samstag, 22. August 2020, um 14:00 Uhr, Treffpunkt: Vor dem Depot

Unser Vorstandsmitglied Norbert Saßmannshausen lädt ein zum
Bockenheimer Spaziergang: „Vom Dorf zum Industriestandort im 19. Jahrhundert“
Bockenheim wandelte sich im 19. Jahrhundert vom Dorf zur Stadt und dabei zu einem bedeutenden Industriestandort. Der Spaziergang begleitet diese Epoche von der Waggonfabrik, der Pferdebahn bis zum Ende des Industriezeitalters in den 1990er Jahren und der Entstehung der City-West. Die Tour dauert 90 Minuten.  

Bitte unbedingt  anmelden! 
Anmeldung bei:
Institut für Selbstorganisation e.V., info@institut-iso.de ,  0175 9861265 (Saßmannshausen)
oder bei dore.struckmeier@mail.de , 0179 2115786

Bockenheimer Spaziergänge 2020, am Samstag, 29. August 2020, um 14:00 Uhr, Treffpunkt: Ecke Leipziger Straße / Am Weingarten (vor “Vabene”)

Dore Struckmeier-Schubert lädt ein zum
Bockenheimer Spaziergang: „VILLEN, PARKS UND SCHLÖSSER
Etliche Bockenheimer Grünanlagen gehen auf Gärten und Parks von privaten Anwesen zurück.
Zu den Anlagen und ihren ehemaligen Besitzern gibt es Interessantes zu erzählen.
Der Weg führt über Rohmer- und Kurfürstenplatz zum Bernuspark und zur Villa Passavant an der Ginnheimer Straße. Der Spaziergang dauert rund 90 Minuten.

Bitte unbedingt  anmelden! 
Anmeldung bei:
Dore Struckmeier-Schubert, dore.struckmeier@mail.de , 0179 2115786

Unser Programm von Januar bis März

„Zu Gast:“ Der Ortsvorsteher

10 Jahre Hessen Shop„: Ein Bockenheimer Firmenporträt

„10 Jahre Hessen Shop“: Ein Bockenheimer Firmenporträt

Bockenheimer Spaziergänge 2020

Bockenheimer Krippengang nach dem Dreikönigstag
Bockenheimer Krippengang nach dem Dreikönigstag, Samstag, 11. Januar, 14:00 Uhr

Unser Programm von Oktober bis Dezember

Unser aktuelles Programm

  • Bockenheimer Spaziergänge 2019, am Sonntag, 17. November 2019, um 14:00 Uhr, Treffpunkt Kirchplatz (vor dem Café Plazz) 

    Dore Struckmeier-Schubert lädt ein zum
    “Bockenheimer Spaziergang” durch Alt-Bockenheim
    (Dauer ca. 1 1/2 Stunden). Voranmeldung ist freundlich erbeten unter der E-Mailadresse dore.struckmeier@mail.de oder der Mobilnummer 0179 2115786.

  • Die „Freunde Bockenheims“ e.V. – Verein für Ortsgeschichte laden in Verbindung mit dem „Verein für Selbstorganisation“ Mitglieder und Interessierte ein, zu einer Buchvorstellung & Vortrag am Donnerstag, 14. November 2019, um 19:00.

    “Häuserchronik von Alt-Bockenheim” von Heinrich Ludwig

    Über den großen Bockenheim-Historiker Heinrich Ludwig ist wenig bekannt. Umso spannender ist es deshalb, durch seinen fernen Verwandten, Herrn Hermann Ludwig, etwas über ihn zu erfahren. Heinrich Ludwigs Hauptwerk, die „Geschichte des Dorfes und der Stadt Bockenheim“, ist nur noch antiquarisch erhältlich.
    So ist es etwas ganz Besonderes, ein weiteres Werk von ihm vorstellen zu können, bislang nur ein Manuskript im Archiv – jetzt endlich ein dickes Buch: die „Häuserchronik von Alt-Bockenheim“. Die Buchvorstellung ist verbunden mit einem Vortrag von Hermann Ludwig über Leben und Werk des Bockenheim-Chronisten.

    Die Veranstaltung findet statt im Café Zebulon, Grempstraße 23 – der Eintritt ist frei.
    Das Café Zebulon ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen:Haltestelle Kirchplatz: U-Bahnlinien U6/7, Buslinie 34

    Das Buch erscheint in den nächsten Tagen im Selbstverlag des “Vereins für Selbstorganisation”. 512 Seiten im Großformat A4 kosten 49,– Euro.
    Darin findet sich auf 248 Seiten das Manuskript der Häuserchronik von Heinrich Ludwig mit 105 Fotos, 8 gezeichneten Karten, 12 Plänen, Zeichnungen und 16 Abbildungen (Kupferstiche, Aquarelle u.ä.); dem handschriftlichen Manuskript ist die Transkription von Hermann Ludwig vorangestellt.
    Die Häuserchronik ist als Nachschlagewerk für Alt-Bockenheim, seine Häuser und Hauseigentümer, Familien und Bewohner unentbehrlich.

Bockenheim. Die Stadt.

Dass Bockenheim lange ein Dorf war – ok, das stimmt. Mehr als tausend Jahre lang. Dann aber, die Welt änderte sich gerade dramatisch, das Industriezeitalter hatte beginnen, die Dampfmaschine war erfunden und die Französische Revolution hatte die bisherige europäische Ordnung erschüttert, da  wurde aus dem Dorf Bockenheim eine Stadt.

Kurfürst Wilhelm I. erhob durch Rescript vom 13. Juni 1819 die Dorfgemeinde Bockenheim zur Stadtgemeinde; Kurfürst Wilhelm Il. erklärte wenige Jahre später durch Privileg vom 10. August 1822 den Gewerbebetrieb in Bockenheim „vorbehaltlich der geeigneten polizeilichen Aufsicht“ für vollständig frei, hob die bestehenden Mühlen- und Bannrechte aller Art auf, stellte der neuen Stadt es frei, statt der ihren Einwohnern obliegenden Frohnden eine jährliche Geldabgabe zu entrichten und erteilte den Israeliten in Bockenheim das Recht, Grundbesitz zu erwerben und jedes bürgerliche Gewerbe auszuüben.

Die Dynamik der Stadt Bockenheim war eng mit der Entwicklung der Industrie und der Nachbarschaft zu Frankfurt verknüpft. Bockenheim profitierte davon, dass Frankfurt noch lange (bis 1866) an der Zunftordnung festhielt und die Entwicklung der Industrie in der Stadt behinderte.

Im Frankfurter Adressbuch von 1892 heißt des für die Frankfurt-Touristen: „Bockenheim; Eisenbahn- und Trambahn-Verbindung; zu Fuss 3/8 Stunde. Sehr besuchter Ort, 1885 mit 17.457 Einwohner, gute Wirthschaften. Bockenheim zählte 1774 etwa 600, 1850 etwa 4.000 Einwohner und ist jetzt zur drittgrössten Stadt des Reg.-Bez. Wiesbaden herangewachsen. Sehr industrielle Stadt mit eigener Wasserleitung seit 1890.“

Die Geschichte des Dorfes und der Stadt Bockenheim wurde in dem umfangreichen, knapp 400seitigen Buch des großen Bockenheim-Chronisten Heinrich Ludwig geschrieben und erschien 1940 im Waldemar Kramer Verlag. Das Buch harrt noch einer Wiederauflage und ist nur antiquarisch erhältlich.

Konzentriert auf die „Beziehungen zwischen Bockenheim und Frankfurt seit Jahrhunderten“ erschien vor wenigen Wochen zum Stadtjubiläum Bockenheims aber immerhin der bereits 1929 im Druck erschienene Vortrag von Heinrich Ludwig in einer neuen Publikation, gemeinsam herausgegeben von den Freunden Bockenheims und dem Verein Institut für Selbstorganisation. Die Text des Vortrages wurde ergänzt durch zahlreiche Fotos aus Bockenheim um die Jahrhundertwende (also 1900!)  – Bockenheim war seit dem 1. April 1895 ein Stadtteil Frankfurts geworden und hatte als selbständige Stadt 75 Jahre existiert.

„Bockenheim war schon immer anders – „, so schrieb die FAZ über das im Herbst 2018 erschienene Buch zur Sanierung Bockenheims 1978-1995, von dem jetzt bereits die 2. Auflage vorliegt. Das hatte Heinrich Ludwig in seinem Vortrag vor 90 Jahren so ähnlich formuliert: „Der Name Bockenheim ist seit 15 Jahren im Bahn-, Post- und Handelsverkehr der neuen Bezeichnung Frankfurt-West gewichen. Das ist aber auch das einzige, was die Bockenheimer gelten lassen; im übrigen sind sie Bockenheimer geblieben.“

Die Broschüre zum Jubiläum „200 Jahre Stadt Bockenheim“. Erhältlich: In den Bockenheimer Buchhandlungen, im Hessenshop, im Stadtteilbüro Bockenheim.

Umfang: 52 Seiten, mit vielen wunderbaren Fotos und einer historischen Karte Bockenheims als Beilage im Format A3. Preis: € 6,50

[Norbert Saßmannshausen]